| Strecken |
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Morbach - Hermeskeil
Hierbei handelt es sich um eine Nebenbahnstrecke (Hunsrückquerbahn), welche über Morbach hinaus bis nach Simmern führt (weiter bis Langenlonsheim seit 1889). Sie sollte die durchaus sinnige Verbindung der beiden Stichstrecken Langenlonsheim - Simmern und Trier - Hermeskeil herstellen.
Vor allem die Kleinstadt Kirchberg brachte immer wieder Petitionen ein, so geschehen in den Jahren 1883 und 1889 und endlich wurde am 3.Juni 1896 das preußische Gesetz zum Bahnbau der Strecke von Simmern bis Kirchberg durchgebracht. Der Erlass zum Streckenbau über Morbach bis nach Hermeskeil ließ auch nicht lange auf sich warten und erfolgte am 8.Juni 1897.
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Bahnübergang vor dem HP Geisfeld |
Aufgrund unterschiedlicher Vorstellungen vomendgültigen Trassenverlauf kam es immer wieder zu Verzögerungen, doch schliesslich setzte sich der etwas längere Verlauf über Pölert, Rascheid und Beuren durch. Die betroffenen Landkreise Trier, Bernkastel, Zell und Simmern wurden dazu verpflichtet, Land für den Bau zur Verfügung zu stellen und es konnte eine Gesamtbauzeit von 4 Jahren festgestellt werden.
Zwischen Simmern und Kirchberg fuhren bereits am 15.Juli 1901 die ersten Lokomotiven, der Abschnitt von Kirchberg bis nach Morbach wurde am 15.Dezember 1902 eingeweiht und vollständig geschlossen werden konnte die Linie am 1.Oktober 1903 mit der Fertigstellung der Bahntrasse bis nach Hermeskeil. Die Anzahl von 6 durchgehenden Zugpaaren bei einer Fahrtzeit von 2 Stunden und 50 Minuten macht in etwa deutlich, welchen hohen Stellenwert die Bahn selbst in diesen niedrigbevölkerten Regionen am Anfang des letzten Jahrhunderts noch hatte. Wobei darauf verwiesen werden muss, dass der Personenverkehr schon immer eine geringere Rolle auf dieser Nebenstrecke spielte, ganz im Gegensatz zum durchaus in dieser Region profitablen Güterverkehr. So fanden insbesondere vor dem 2.Weltkrieg Holz- und Baustofftransporte sowie für den militärischen Sektor relevante Güterfahrten statt.

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Züge kurz hinter Bahnhof Hermeskeil |
Nach dem 2.Weltkrieg konnte der durchgehende Zugverkehr erst wieder am 3.August 1950 wiederaufgenommen werden und ab 1952/53 fuhren auf dieser Strecke erstmalig die Schienenbusse der VT - Reihe, wie sie auch heute bei der Hochwaldbahn noch eingesetzt werden. Doch ein immer graviererendes Absinken der Fahrgastaufkommen bewirkte schliesslich die Einstellung für den Personenverkehr am 30.Mai 1976.
In den folgenden Jahren fuhren nur noch vereinzelte Sonderzüge auf dieser Strecke und der Güterverkehr konnte mit Holzlieferungen und Militärtransporten für die Amerikaner eine Weile noch erhalten werden. Doch mit dem Abzug der Truppen und den damit versiegenden Bundesmitteln musste der Betrieb auf der Strecke zwischen Simmern und Hermeskeil bis heute endgültig stillgelegt werden.
Gleich hinter dem Bahnhof Morbach wird die Landstrasse schienengleich überquert und ab hier beginnt der landschaftlich reizvollste Abschnitt der Gesamtstrecke Langenlonsheim - Hermeskeil. An Felder und Wiesen geht es zum Bahnhof Hoxel, wo sämtliche ehemals vorhandenen Gleise bereits abgebaut worden sind.
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Hoxler Viadukt |
Der eigentliche Höhepunkt dieser Strecke folgt als Nächstes, nämlich die 160 Meter lange und 40 Meter hohe Talbrücke, auch das Hoxeler Viadukt genannt. Sie besteht aus insgesamt 8 Bögen und umspannt das gesamte Hachenbachtal. Der Hoxeler Tunnel im Anschluss komplettiert diesen reizvollen Abschnitt (240 Meter Länge). Weiterhin führt die Strecke über ein weiteres Viadukt über das Waldtal und auch hier ist das Panorama bei einer Höhe von 37 Metern und einer Länge von 86 Metern wunderbar zu geniessen.
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Deuselbacher Viadukt |
Noch 1 km und dann verliert sich das Waldstückund eine erneute ebenerdige Querung der Landesstrasse steht auf dem Programm, bevor wir den Bahnhof Deuselbach erreichen. Hier ist das Empfangsgebäude aus rotem Sandstein zum Glück noch erhalten und in sehenswerten Zustand. Dieser Haltepunkt dient im übrigen als Ausgangsstation zum Wintersportgebiet rund um den Erbeskopf und mehrere Hotels in der Nähe des Bahnhofs warten auf ihre Gäste.
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Ehemaliger Bahnhof Thalfang |
Weiter führt die Strecke nach Thalfang, wo immerhin noch zwei Gleise und ein sorgfältig in Schuss gehaltenes Bahnhofsgebäude an betriebsame Zeiten erinnern. In einen weiten Bogen am Thalfanger Bach entlang wird der Bahnhof Drohnecken erreicht, welches unterhalb der gleichnamigen Burgruine liegt. Auch hier findet der Interessierte ein sorgsam restauriertes Bahnhofsgebäude vor.
Dem Röderbachtal folgend liegt der ehemalige Haltepunkt Geisfeld auf der Strecke, von dem lediglich ein kleines Wartehäuschen überdauert hat. Als ein letzter beeindruckender Höhepunkt passiert die Trasse ein weiteres Viadukt, diesmal das Geisfelder. Hierbei handelt es sich um eine 80 Meter lange, 38 Meter hohe und mit 4 Bögen ausgestattete Talbrücke.
Der Bahnhof Rascheid bietet den vorletzten Haltepunkt vor Hermeskeil, wo der Bahnhof für Wohnzwecke von einem ehemaligen Eisenbahner umgebaut wurde. Unter einer Strassenbrücke hindurch folgt der Bahnhof Pölert, der in der Nazizeit mit Häftlingstransporten zum Konzentrationslager Hinzert - Pölert traurige Bekanntheit erlangte. Alsdann erfolgt der Parallelverlauf zu der Ruwertalstrecke bis zum Bahnhof Hermeskeil. Hier sind vom ehemaligen Bahnbetriebswerk die Drehscheibe, Lokbehandlungsanlagen, das Stellwerk und Abstellgleise in Privatbesitz übergegangen und als Bestandteil des Dampflokmuseums Hermeskeil zu besichtigen, in dem des weiteren fast 50 Lokomotiven beherbergt werden.
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