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Die Sächsisch-Böhmische Eisenbahngesellschaft (SBE)
Im Januar des Jahres 2002 schreibt der Zweckverband Verkehrsverbund Oberlausitz-Niederschlesien (ZVON) den Schienenpersonennahverkehr (SPNV) auf der Strecke KBS 236 Zittau – Mittelherwigsdorf – Seifhennersdorf – Eibau öffentlich aus. Anfang März 2002 gehen der Verein Hochwaldbahn e.V. zusammen mit der Böhmischen Nordbahn (Ceska severní draha s.r.o.; CSD) aus Ceska Kamenice (CZ) und der Sächsisch-Oberlausitzer Eisenbahngesellschaft mbH (SOEG) aus Zittau eine Bietergemeinschaft ein. Ende März gibt diese schließlich ein gemeinsames Angebot zur Erbringung der SPNV-Leistungen auf der KBS 236 auf Basis des Einsatzes von Uerdinger Schienenbussen ab. Ziel ist eine möglichst kostengünstige Erbringung der Verkehre.
Am 19. Juli 2002 erteilt der ZVON der Bietergemeinschaft durch Unterzeichnung des Verkehrsvertrages in Görlitz den Auftrag, ab dem Fahrplanwechsel am 15. Dezember 2002 für zunächst drei Jahre die Nahverkehrsleistungen gemäß Angebot zu übernehmen. Zur Durchführung des Betriebes wird am 25. November 2002 von den drei Mitgliedern der Bietergemeinschaft die "Sächsisch-Böhmische Eisenbahngesellschaft mbH" mit Sitz in Zittau gegründet und der Verkehr am 15.12.2002 erfolgreich aufgenommen. Jeder Partner erhält ein Drittel der Geschäftsanteile. Im Verlauf des Jahres 2003 zeigt sich jedoch, dass sich aus der Zusammensetzung der Gesellschafter aufgrund deren unterschiedlicher Strukturen Probleme ergeben. Der tschechische Partner hat wirtschaftliche Probleme und gibt daher seine Anteile an den Hochwaldbahn e.V. ab. Nach Verhandlungen mit der SOEG kann eine einvernehmliche Lösung gefunden werden. Somit übernimmt der Hochwaldbahn e.V. per 08.10.2003 sämtliche Geschäftsanteile an der SBE mbH und verlagert den Sitz nach Seifhennersdorf, wo dieser bis Ende 2007 verbleibt. Das Ausscheiden der beiden anderen Gesellschafter ermöglicht es, das Spektrum der Gesellschaft zu erweitern. Schnellzüge nach Prag (bis 2008) und werktägliche Planzüge nach Liberec gehören inzwischen dazu.
2004 wird das Bahnbetriebswerk in Zittau mit einer Eisenbahnwerkstatt bezogen. In 2005 kauft die HWB Verkehrsgesellschaft als "Rechtsnachfolger" des Hochwaldbahn e.V. die Geschäftsanteile an der SBE und tritt seitdem auch als Eisenbahnverkehrsunternehmen für uns auf. Die handelnden Personen sind trotz dieses Verkaufs jedoch gleich geblieben. Seit Anfang 2008 ist das Bahnbetriebswerk Zittau, welches einer Schwestergesellschaft der SBE gehört (Bahnbetriebswerk Zittau GmbH) Sitz der Gesellschaft.
Der Verkehrsvertrag wird zweimal bis einschließlich 2010 verlängert. Im Jahr 2008 haben die Aufgabenträger jedoch beschlossen, unseren Verkehrsvertrag nicht nochmals über das Jahr 2010 zu verlängern, sondern die Leistung, künftig auch etwas umfangreicher, neu auszuschreiben. In der letzten Vergaberunde kann die SBE nicht mehr teilnehmen, da die Teilnahmebedingungen für Großunternehmen bzw. Konzerne zugeschnitten sind. Die geforderten finanziellen Sicherheiten kann die SBE als mittelständiges Unternehmen nicht aufbringen. Der Auftrag wird daher an die Vogtlandbahn vergeben, die unter dem Produktnamen Trixel den Betrieb aufnimmt. Somit endet der Betrieb der SBE zum Fahrplanwechsel 2010, genau am 12.12.2010 um 00.13 Uhr. Alle Mitarbeiter wurden spätestens Ende Dezember 2010 gekündigt. Die SBE wird 2011 in die Liquidation geführt.
Die in Zittau von der SBE aufgebaute Eisenbahnwerkstatt im Bahnbetriebswerk Zittau wird zum 01.01.2011 vom SBE Mutterunternehmen HWB Verkehrsgesellschaft mbH übernommen, ebenso die drei Werkstattmitarbeiter der SBE. Die Serviceeinrichtung des Bahnbetriebswerks besteht somit fort. (Bitte bei Interesse an die HWB wenden.)
Kontakt:
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Firmensitz:
SBE mbH
Bahnhofstr. 39a
02763 Zittau
Postanschrift:
SBE GmbH
c/o HWB Unternehmensgruppe
Bahnhofstr. 14
54411 Hermeskeil
Tel.: 0 65 03 / 92 14 9-0
Fax: 0 65 03 / 92 14 9-19
eMail: info@hochwaldbahn.de |
Geschäftsführer : Bernd Andreas Heinrichsmeyer
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